Von Teheran nach Tabriz

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Wir sind schon sehr müde nachdem wir den ganzen Tag durch die Straßen von Teheran gewandert sind. Jetzt holen wir unsre Rucksäcke bei Mahatab ab, bei der wir netter Weise unser Gepäck abstellen konnten für den Tag. Dann machen wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Gastgeber, Rasul.
Es war so gegen sieben Uhr abends, wir genossen die Lichter der Stadt und die festliche Atmosphäre, da die Menschen nach einem langen Tag des Fastens jetzt endlich etwas essen konnten. Es ist auch der letzte fasten Tag heute!
Glückliche Menschen die leckeres Essen anbieten, Säfte und Süßes, Männer die sich lebhaft auf der Straße unterhalten, viele Menschen kaufen ein, damit sie groß kochen können und den Kühlschrank voll haben für den nächsten Tag. Es ist wirklich eine sehr festliche Atmosphäre.
Wir sind bereits angekommen in der Gegend, wo Rasul lebt.  Wir dachten es wäre eine gute Idee, wenn wir was zu essen mitbringen und gehen zu einem bunten Laden. Als wir das Geschäft verlassen kommt ein Mann auf uns zu, der auf der Straße steht und allen Vorbeigehenden etwas von seinem Nachtisch abgibt und bietet auch uns etwas an. Ich probiere und zeige wohl deutlich, dass es mir schmeckt, denn der Mann gibt mir mit einem mal den ganzen Teller. Es nennt sich persisches Halva und wird hergestellt aus Rosenwasser, Safran und anderen Zutaten, die ihm einen süßen Geschmack und eine zarte Textur geben und es in deinem Mund schmelzen lässt.

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Teller mit persischem Halva und Lunch-Box, dir mir geschenkt wurde während Ramadan.

Später, da wir offenbar mal wieder verloren wirken, kommt ein anderer Mann so um die 65 auf uns zu. In seine Gebete vertieft läuft er erst an uns vorbei, hält dann aber inne, kommt auf uns zu und bietet uns seine Hilfe an. Wir zeigen ihm das Blatt mit der Adresse drauf und er nimmt mein Gepäck und führt uns voran. Als er auch nicht mehr weiter weiß verabschiedet er sich mit einem Lächeln und segnet uns sicherlich mit ein paar Worten, die wir nicht  verstehen. 
Durch Zufall laufen wir Rasul über den Weg, der wohl auch raus kam, um ein paar Dinge ein zu kaufen und wir erkennen uns sofort. Rasul war sehr überrascht von der Hilfe, die wir von dem älteren Mann bekommen haben, da so religiöse und konservative Männer eher selten mit fremden sprechen. Wir fühlen uns geehrt und sind glücklich darüber, ein Land zu besuchen in dem die Menschen so warm und freundlich sind.
Insgesamt blieben wir für 4 Tage bei Rasul und er half uns sehr viele Dinge hier im Iran zu verstehen. Besonders lernten wir Iran aus der Sicht eines Künstlers zu sehen, was eine sehr interessante Erfahrung war.
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Zusammen mit Rasul

Nach einer sehr schönen Zeit mit Rasul machten wir uns auf den Weg  von Teheran nach Tabriz, einer Stadt im Nordwesten Irans, bekannt als Handels und Industriezentrum und besonders für seinen Bazar, der auch Teil des UNESCO Kulturerbes ist.
Also wieder Zeit sich zu verabschieden und weiter zu reisen. Es dauerte keine fünf Minuten und eine Familie bot uns an uns mit zunehmen.
Ein sehr netter Mann, namens Mohammed, seine Frau Ara und eine lebhafte 5 jährige Tochter.

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Wir sind insgesamt 2 Stunden mit ihnen mit gefahren, und in der Zeit wurde uns zwischen Handß und Fußzeichen natürlich auch etwas Farsi beigebracht, was uns sehr geholfen hat während unserer Reise.

Hier sind ein paar Sätze:

Hallo: Salam

Danke Schön!: Merci

Wie geht es dir?: Chetori?

Ich heiße…: Esm e man…

Ich: Man

Du: To

Wie alt bist du?: Chand salet hast?

Wasser: Oob

Tee: Chaai

Mittagessen: Naahaar

Hilfe: komak

Heiß: Garm

Geld: Pool

Schön: Zibaa

Schlecht: Bad

Komm: Biaa

Ich will nicht: Nemikhaam

I will: Mikhaam

Ich bin müde: khastam

Ich liebe dich!: Doset daram!

Ice cream: batani

Bus: Otoboos

Hosen: shalvaar

Sprichst du Englisch?: Aya shoma Engilisi harf mizanid

Schwarz: seeyaa

Blau: aabee

Grün: sabz

Weiß: sefeed

Später: ba’dan

Gott segne dich: Salavati

Schmeckt gut: khosh Mazeh

Ich habe kein Geld: Pull Nadaraam

Kein Problem!: Moshkeli nist

Bye! Bedrood!

Diese so fürsorgliche Familie hielt sogar extra an um lokale Eiscreme zu kaufen und uns den ganzen Weg lang zu unterhalten. Sie haben sogar extra ihren Weg geändert um uns an einer Stelle raus zu lassen, wo wir ganz einfach einen weiteren Lift bekommen sollten. Und so, fast mit Tränen in den Augen verabschiedeten sie sich. Wie schön wäre es sie wieder zu sehen, irgendwann. Es ist erleichternd zu sehen,dass es doch mehr gute Menschen als schlechte Menschen in dieser Welt gibt.

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Und schon mit unserem nächsten Anhalter, bei dem wir auf der Ladefläche des Pickups entspannen konnten, gesteuert von Herrm Jacob und seinem Copiloten, seinem Neffen. Die ganze Reise war absolut entspannend, mit unseren Gesichtern gen blauem Himmel, dem Haar im Winde wehend und die Aussicht auf die wüstenartige Landschaft um uns herum genießend.

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An einem Stopp kommt eine Frau mit ihrem Bruder und Sohn zu uns, um uns zu grüßen und uns Wasser an zu bieten. Außerdem machten wir noch ein paar Fotos zusammen. Wirklich alles sehr freundliche Menschen. Abgesehen von der Sprachbarriere, zeigen uns all diese lächelnden Gesichter, dass wir hier willkommen sind und füllen unser Herz mit Freude.

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Am späten Nachmittag kommen wir dann in Tabriz an. Eine sehr lebhafte Stadt …

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Es scheint, dass die hier aufkommenden Abenteuer sehr interessant zu werden versprechen! Verpasst es nicht!

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