Strände in der Nähe von Shanghai?

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Eigentlich hab ich damals nicht in Shanghai sondern in Yiwu gewohnt und dorthin habe ich letzten Sommer auch meinen Bruder mit hin genommen, als der mich hier besuchen kam. Aber von Yiwu aus sind die nächsten Städte an der Küste Shanghai und die andere große Stadt, die durch eine der längsten Brücken der Welt mit Shanghai verbunden ist nämlich Ningbo. Bevor ich diesen Ort kennen gelernt habe, von dem ich euch heute erzählen möchte, dachte ich, dass es unmöglich sei dort schwimmen zu gehen, aufgrund der berühmten Chinesischen Umweltverschmutzung.

Dennoch, ein paar Chinesische Freunde erzählten mir, dass es dort doch ein paar saubere und schöne Strände gibt. Es dauert ungefähr 8 Stunden von Yiwu, von Shanghai sicher noch weniger, so dass du ohne Probleme ein Wochenende am Strand verbringen kannst. Um dort hin zu kommen, musst du als erstes einen Bus nehmen, der dich nach Zhoushan (舟山)der Hauptinsel der Inselgruppe vor Ningbo bringt. Wenn du den richtigen Bus nimmst, dann solltest du direkt bis zum Putuo Distrikt gelangen (普陀区)von wo aus du eine Fähre zu einer der vielen anderen Inseln dieser Inselgruppe nehmen kannst. Sitting in Harbour

Wir fahren zu einer Insel, die sich Taohua (桃花),Pfirsichblüte, nennt. Alles läuft gut, bis wir endlich an dem ersehnten Strand ankommen. Hier sehen wir uns mit einem der Probleme konfrontiert, denen man hier als Ausländer begegnet. Wir wollen ein Zimmer in einer familienbetriebenen Pension mieten, direkt am Strand. Aber die Inhaber sagen, dass sie zuerst die örtliche Polizei fragen müssten, ob es ihnen den erlaubt sei Ausländer zu beherbergen. Die Polizei kommt und sagt „Nein“. Zu unserer eigenen Sicherheit ist es uns nicht gestattet in dieser Art von Herberge unter zukommen. Stattdessen sollten wir in eines der teuren Hotels auf der Insel gehen, das die Erlaubnis hat Ausländer auf zunehmen.  Daraufhin fragen wir, was den passieren würde, wenn wir auf dem Strand schlafen würden, worauf uns der Polizist antwortet: „Das ist Ok, kein Problem.“ Ein komisches Verständnis von Sicherheit, aber so ist es halt, mal sehen was wir machen können.
The beach on taohua _1150422Wir gehen in Richtung Strand, welcher hinter einem riesigen Windschirm versteckt ist. Wir kommen zum Eingang und müssen feststellen, dass wir 30 RMB pro Person zahlen müssen. Das geht mal gar nicht, das ist wirklich zu viel. Also gehen wir die Straße runter, bis wir zu einem kleinen Dorf kommen. Einmal dort angekommen, denken wir, dass die Einheimischen hier bestimmt nicht zahlen um auf den Strand zu kommen. Also suchen wir uns unseren Weg durch die kleinen Häuser um endlich an den Strand zu kommen.

 

Es ist bereits früher Abend und wir müssen noch etwas Treibgut zusammen suchen, mit dem wir uns vor dem kalten Sand während der Nacht schützen können und einen windstillen Platz neben den Bergen müssen wir auch noch finden.

Our bed

Wir schlafen nicht sehr bequem, aber es ist atemberaubend, mal wieder einen so klaren, schönen Sternenhimmel zu sehen und dabei das Rauschen des Ozeans zu hören. Morgens wachen wir auf, nehmen ein Bad im Meer und sehen zu, dass wir dieses ungastliche Dorf zurücklassen. Wenn ich nochmals dorthin gehen sollte, werde ich sicherlich ein Zelt mit nehmen.

 

(Danke Lars für die Bilder)

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