Ein Sparziergang durch Teheran

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Wir sind in Teheran  und es ist Ramadan, ein Fest, an dem Muslime auf der ganzen Welt für einen Monat fasten um der Offenbarung des Korans an Mohammed nach Islamischem Glauben zu gedenken.

Also waren wir bis jetzt nicht in der Lage, Iranisches Essen zu probieren, da alle Restaurants geschlossen waren. Wie auch immer, zumindest bekamen wir ein wenig Proviant aus einem kleinen Laden in der Nähe unseres Hotels ergattern können und da wir fast am verhungern sind, verstecken wir uns in einer dunklen Ecke, um ein Stück Brot zu essen. Dann im Hotel, in einer etwas entspannteren Umgebung,öffnen wir eine Dose mit Auberginencreme, eine Packung iranischen Schmierkäse und essen das ganze mit Lavash Brot. Einfach, aber lecker!

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Glücklicher Weise hat uns unsere Couchsurfer Freundin Mahtab noch einmal eingeladen, um Mittagessen bei ihr zu Hause zu essen. Sie hat uns ein leckeres Loobiapolo zubereitet, was ein traditionelles Gericht in Iran ist, bestehend aus Reis und Bohnen und wird meist mit Köfte serviert, saftigen Fleischbällchen und dann noch grünem Salat.

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Wir waren sehr erfreut über ihre Gegenwart, besonders da sie professionelle Kuratorin ist und von daher alles über die Geschichte Irans weiß. Nachdem sie uns so einen Geschmack für die iranische Kultur gegeben hat, haben wir sie direkt nach ein paar Vorschlägen gefragt, was wir den am selben Tag am besten noch besichtigen sollten. Sie empfahl uns, dass wir zur  Imamzadeh Moschee gehen, in der Nähe des Tajrish Platzes.

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Diese Moschee ist bekannt als eines der Meisterwerke persischer Architektur. Ich war sehr gespannt, sie von innen zu sehen und zu beobachten, wie die persischen Frauen beten, aber um die Moschee betreten zu können, hätte ich mir noch eine besondere Kleidung überziehen müssen, die mir am Eingang angeboten wurde. Aber aufgrund der erdrückenden Hitze, habe ich mich dazu entschlossen, auf die Chance zu verzichten, mir die Moschee von innen an zu schauen.

Nicht schlimm, denn der Platz war umgeben von großem Tumult und als wir uns umdrehten fanden wir uns auch schon in einem großen Basar, wo wir frischen Saft trinken konnten, Persische Teppiche und eine Vielfalt anderer Produkte begutachten konnten.

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Abgesehen von der Hitze fühlt man sich sehr wohl zwischen den iranischen Menschen hier.

Die Frauen hier sind wunder schön, und ich meine es. Ihre Schönheit lässt einen staunen und sie sind alle sehr gepflegt. Gewiss war eines der Dinge, die meine Aufmerksamkeit auf sich lenkten, ihr Make-up. Es war so professionell, wie aus einem Modemagazin, auch Fingernägel waren alle leuchtend und detailliert verziert. Natürlich, Hände und Gesicht sind die einzigen Körperregionen, die hier dem Gesetz nach zur Schau gestellt werden können, weswegen die Frauen versuchen diese Teile des Körpers so schön wie nur möglich zu halten! Wie auch immer, ich hatte auch die Möglichkeit viele Frauen ohne ihr Kopftuch zu sehen, und ich muss sagen, dass der Großteil langes, glänzendes, gesundes und gut gepflegtes Haar hat.

Auf den Märkten kann man alle möglichen Produkte voller Stolz hergestellt in Iran finden, natürlich auch ein weites Angebot von Schönheitsmitteln für Frauen, die einfach die besten sind!

Im Laufe des Tages haben wir lange Entfernungen zurück gelegt und hatten die Chance ein paar Eindrücke von den Straßen zu bekommen, die es sicher Wert sind zu erwähnen: Ein paar Vögel, die zusammen mit Katzen in einem Park essen, ein Graffiti mit einem WIFI-Signal und dem Wort „Free“, dass wahrscheinlich weitreichendere Bedeutungen hat … in der U-Bahn ein Waggon nur für Frauen. Und zwischen all dem hatte ich das Glück, eine Lunchbox von einem Fremden in die Hand gedrückt zu bekommen, während wir auf die U-bahn warteten … Sehe ich etwa hungrig aus? Wie dem auch sei, danke schön Ramadan!

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Am Ende unseres Tages besuchten wir noch das Militär Museum von Teheran. Ein Museum unter freiem Himmel mit einer Mengen von Objekten am Wegesrand. Wir sahen uns die Gegend an, die eine große Vielfalt von Kriegsfahrzeugen aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart zur Schau stellte. Einige Panzer und Flugzeuge wurden in verschiedenen Konflikten von den Feinden beschlagnahmt und wurden dann für die Öffentlichkeit zur Schau gestellt.

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Auch sahen wir ein paar Mülleimer mit komischen Zeichen. Kann uns vielleicht jemand die Bedeutung dieser Zeichen erklären?

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Mit Sicherheit ein interessanter Tag, der uns ein wenig mehr über die iranischen Menschen und ihre Geschichte wissen ließ. In einer zusätzlichen Bemerkung möchte ich euch noch mitteilen, dass ich auf eine Toilette hinter der Moschee hier auf dem Foto gegangen bin und sehr erstaunt darüber wahr, wie sauber und aufgeräumt all die Toiletten doch sind. Besonders jetzt von China kommend, vermeide ich es eigentlich auf öffentliche Toiletten zu gehen, eigentlich benutze ich sie überhaupt nicht. Aber im Iran ist es sogar sehr angenehm, da die Sauberkeit der Toiletten weit über normalem Standard liegen. Gutes, sauberes Iran!

Danke dir Iran für diesen interessanten Tag!

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