Ein glückliches Huhn zum Abendbrot

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Auch wenn es vielen etwas brutal erscheint, einschließlich mir, so kam mir die Aufgabe durch Hanaffan zu, diesen Beitrag zu schreiben. Hanaffan isst nur hin und wieder Fleisch, wenn er sicher sein kann, dass das Tier ein glückliches Leben hatte und geschlachtet wurde ohne unter all zu viel Stress zu leiden.

Also werde ich in diesem Beitrag etwas über die Odyssee berichten, die wir in Kauf nehmen wenn wir beschließen mal wieder Fleisch zu essen.

Die Realität ist, dass wenn jeder töten müsste, was er isst einschließlich Fischen, Kühen, Schweinen oder anderen Tieren, dann wäre der Großteil wahrscheinlich Vegetarier, denn ein Tier zu töten ist sicher nicht jedermanns Sache. Hanaffan ist der Meinung, dass der Konsum von Fleisch absolut mit der Fähigkeit verbunden ist, den Tot eines Tieres zu akzeptieren. Im besten Fall tötet er das Tier selbst. Es bedeutet für ihn auch, ein Tier zu töten ist des Essens willen und aus keinem anderen Grund. Auf diese Weise tötet er sicher nicht mehr, als er konsumieren kann, auch wird er es nicht derartig häufig tun, als dass er diesem Akt gegenüber völlig abgestumpft gegenüber steht. Zudem lädt es andere dazu ein, ein gewisses Gleichgewicht mit der Natur aufrecht zu erhalten, ebenso wie es unsere indigenen Vorfahren mit Weisheit betrieben haben.

In meinem Fall ist es so, dass ich nicht oft Fleisch esse, da ich Angst vor all den Chemikalien habe, die den Tieren eingeflößt werden, damit sie noch schneller noch größer werden. Zusätzlich empfinde ich den Tötungsakt und die Massentierhaltung als sehr brutal, was mich meist davon abhält, Tiere zu essen. Dennoch stellt der Neandertaler in mir hin und wieder diese Forderung und ich erfülle sie ohne weiter drüber nach zu denken.

Vor ein paar Tagen wurden wir zu einem Weihnachtsessen eingeladen, für das Hanaffan ein glückliches Huhn finden sollte um zu der Feier beizutragen und um mal eine Pause von seiner Fisch und Gemüse Diät zu haben.

Am Samstag morgen fuhren wir auf unseren Fahrrädern in der Nähe der Universität. Hanaffan hatte bereits am Vortag einen Ort in der Nähe gefunden, wo ein altes Pärchen Geflügel in einem kleinen Garten verkaufte. Bei unserer Ankunft wurden wir freundlich begrüßt. Sie ließen uns ihren Garten erforschen um sicher zu gehen, dass die Tiere hier gut lebten und vernünftiges Futter bekamen. Alle Hühner und Hähne hier waren in bestem gesundheitlichen Zustand und hatten genug Platz um sich frei aus zu toben. Es gab auch einen netten Stall in dem die Tiere unter kommen konnten und im allgemeinen wurden sie von dem alten Pärchen gut behandelt.

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Die alte Frau füllte eine Schale mit Maismehl und begann freudig die Hühner zu rufen. Die Hühner kamen begeistert von allen Seiten herbei gerannt um etwas Maismehl zu ergattern. Auch während ich alles mit der Kamera dokumentierte unterhielt sie sich weiter freundlich mit Hanaffan. Plötzlich, in einem Augenschlag griff die weise Frau nach einer Henne in der Nähe. Ja, wirklich so einfach, ohne Rumgerenne. Es war ein helle, fette, schöne Henne, die sich uns Tapfer als Opfer hingab. Sie beschwerte sich nicht und machte keinerlei Schwierigkeiten. Sie ließ,in aller Ruhe, den alten Mann sie wiegen und den Preis berechnen.

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In dem Haus der beiden Alten konnte das Tier nicht geschlachtet werden. Es auf dem Fahrrad mit nach Hause zu nehmen würde einen unnötigen Stress für das Tier bedeuten, den wir vermeiden wollten. Dann schlugen die Beiden uns vor, ein paar Minuten zu laufen um einen professionellen Schlachter zu finden. Wir machten uns also auf den Weg dorthin und in weniger als 15 Minuten waren wir auch schon wieder auf unserem Weg zurück nach Hause, mit dem Huhn fertig, um es zu kochen. CIMG0081
Das Tier hat nicht mehr als ein paar Minuten Stress erlitten und wurde von Hanaffan und den anderen Gästen sehr geschätzt. Das Opfer war seinen Preis wert. 
Jetzt kannst du etwas die Zubereitung dieses gefüllten und betrunkenen Huhns genießen (gefüllt mit Gemüse und betrunken, weil12 Stunden in Bier und Gewürzen gebadet). Gemäß einer chinesischer Servierform, wurde der Kopf nicht abgetrennt und das Tier wurde auf dem Teller gelassen, so wie es war als es noch lebte.

 

 

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