Maputo auf einem Dreirad

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Nach einer Nacht tiefen Schlafes sind wir nun gewappnet um unsere erste Mission hier zu erfüllen. Wir möchten ein Saxophon, dass uns ein Freund in China mitgegeben hat, hier in Maputo an seinen kleinen Bruder überliefern. Er gab uns eine Adresse, aber natürlich haben wir keine Ahnung wo genau das ist. Und da es unser erster Tag in diesem schönen Land ist, möchten wir es langsam und entspannt angehen lassen, um uns auch ein wenig darüber zu freuen, dass wir es wirklich wieder hierher geschafft haben.

Also statt nach einem Xiapa zu suchen (so werden hier die Minibusse genannt, die die Straßen hier füllen und wohl das standard Transportmittel in der Stadt darstellen), gehen wir einfach zu einem der Dreiradfahrer, die hier an jeder Ecke stehen und auf Kunden warten. Er weiß nur grob wo wir hin wollen und sagt, dass es weit weg sei und der Preis somit bei 300 Metticais liegt. Ich fühle mich nicht nach feilschen, besonders nicht nach der Konfrontation mit dem Taxifahrer von gestern, also akzeptieren wir einfach. Bevor es losgeht gehen wir noch zum nächsten Laden und kaufen uns zwei Flaschen Bier. Mhh, unsere erste Flasche mosambikanisches Bier. Es gibt hier nur zwei große Biermarken, Manica und Dois MM, aber die sind wirklich gut und mit Sicherheit besser als jegliches Bier, das wir in China im letzten Jahr getrunken haben. Und besonders mit dieser Hitze ist es jetzt die perfekte Erfrischung.

Du denkst vielleicht, dass Mosambik eines der ärmsten Länder der Welt ist und deshalb mit anderen Problemen zu kämpfen hat als Länder in der nördlichen Hemisphere. Aber Verkehrschaos nimmt auch hier bereits einen großen Teil des Alltagslebens in Maputo ein. Es gibt auch hier einen Teil der Bevölkerung, der Geld hat um es einfach auszugeben. Und normalerweise sind diejenigen, die in der Lage sind, sich ein Auto zu leisten auch diejenigen, die Geld für andere Konsumgüter haben. So sehen wir neben Autos vor allem eine Menge Werbung, überall dort, wo Platz dafür ist. Dieser Fakt gibt der Stadt  eine rot, gelbe Farbe, was die Farben der beiden wichtigsten Mobilfunknetz-Anbietern hier in Mosambik sind.

Während wir das Dreirad etwas genauer inspizieren finden wir heraus, dass es in Indien hergestellt worden ist. So bekommen wir zu gleiche einen kleinen Eindruck vom Indischen Straßenleben hier. Es wirkt nicht wirklich sicher, da es nicht viel mehr ist als ein kleiner Vogelkäfig. Besonders als der Fahrer die Stadt verlässt und versucht aus seinem kleinen Motor alles heraus zu holen. Aber wir genießen die Fahrt dennoch und lassen die Stadt einfach zu unseren Seiten vorbei gleiten.

Wir nähern uns langsam. Der Fahrer hat keine Ahnung, wo lang er den jetzt fahren muss, also beginnt er zu fragen. Nachdem er vier verschiedene Leute gefragt hat kommen wir endlich am erwünschten Ziel an. Es hat mindestens eine Stunde gedauert und war mit Sicherheit viel weiter entfernt als die Taxifahrt gestern, so dass 300 Metticais absolut in Ordnung sind für unseren freundlichen Fahrer.

 

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