Erste Mission abgeschlossen

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Wir sind nun also, wo wir das Saxophon abliefern sollen. Die Adresse auf dem Papier sagt uns, dass sich die Wohnung im dritten Stock befindet, aber was bedeutet das hier in Mosambik? Fangen die Menschen hier vom Erdgeschoss an zu zählen, wie es auch die Chinesen tun, oder verstehen sie unter dem dritten Stock das Gleiche, was wir in Deutschland darunter verstehen, nämlich den dritten Stock über dem Erdgeschoss? Da wir nicht sicher sind, klopfen wir als erstes an der Tür im 2 Stock über dem Erdgeschoss. Wir klopfen drei mal, dann meint Hudie jemanden sagen zu hören, dass sie niemandem die Tür öffnen. Komisch, aber Ok, wir haben ja noch einen Versuch ein Stockwerk höher. Während wir die Stufen hinauf steigen, sehen wir bereits ein Mädchen, dass auf uns herab blickt und uns deutet, dass wir wohl zu ihr in die Wohnung müssen. Gleichzeitig vernehmen wir auch noch, wie sich im zweiten Stock die Tür einen Spalt weit öffnet und wir können schemenhaft das Gesicht einer muslimischen Frau erahnen. Wahrscheinlich ist es ihr nicht erlaubt, die Tür für Fremde zu öffnen….

Eigentlich haben wir gehofft, dass wir mit diesem Gefallen, das Saxophon um die halbe Welt zu tragen, auch etwas neue freundschaftliche Beziehungen hier in Mosambik aufbauen können. Aber als wir die Wohnung betreten, fühlt sich die Atmosphäre gleich sehr komisch an. Das Mädchen, das uns die Tür geöffnet hat, sitzt mit einem Freund zusammen am Tisch. Alfeu, der Name, den uns unser Mosambikanischer Freund in China als Kontakt gegeben hatte, benötigt einige Zeit, ehe er sich aus seinem Zimmer bemüht um uns zu begrüßen und sobald er dann zu uns kommt, weiß er auch nicht wirklich, wie er mit uns umgehen soll. Wir reden oberflächlich über die Situation im Moment hier in Mosambik, besonders über die Flut, die den Norden des Landes vom Süden abgeschnitten hat. Er ermuntert uns nicht wirklich in der Hoffnung, dass wir den Norden des Landes über Land erreichen werden.

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Endlich kommt auch der kleine Junge, für den wir das Instrument mitgebracht haben zu uns. Er hat ein großes Grinsen auf seinem Gesicht und greift sofort zum Saxophon, um uns eine kleine Performance dar zu bieten. Aber dann machen wir uns auch schon wieder auf den Weg, denn wir alle fühlen uns etwas komisch, da niemand weiß was zu sagen oder zu tun. Ok, vielleicht haben wir hier keine neuen Freunde gefunden, aber wir haben einen kleinen Jungen sehr glücklich gemacht.

 

 

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