Ein Tag vor unser Reise Richtung Norden

In Afrika, Mosambik, Mosambik 2015, Reisen, Von Johannesburg bis nach Bilibiza by hufan1 Comment

Zurück im Hotel will Hudie sich erst einmal etwas ausruhen und ihrem Fuß eine kleine Pause gönnen. Also muss ich allein los, um ein paar Rand in Metticais zu wechseln und um endlich eine Prepaid-Karte für unser Telephon zu bekommen.

Der Besitzer unseres Hotels riet uns zuvor, zu einem Barbier um die Ecke zu gehen, um Geld zu wechseln. Das Hotel befindet sich in einem vorrangig von Muslimen besiedelten Teil der Stadt, direkt neben einer Moschee, und die Muslime scheinen hier alle sehr gut mit einander in Verbindung zu stehen.

Ich komme also zu diesem Barbiershop und muss eine halbe Stunde auf den Chef warten.

Jetzt wo der hier ist, nimmt er mich mit in den ersten Stock und bringt mich in ein kleines, hinter einer 1 Meter 50 hohen Tür verstecktes Büro. Diese Umgebung lässt mich etwas nervös werden, aber ich versuche mir nichts anmerken zu lassen und tue so als wäre das alles die normalsten Umstände der Welt. Und ja, er wechselt mir das Geld zu einem guten Kurs von 3:1 und sagt ich sei jederzeit willkommen, wenn ich Hilfe bräuchte.

Jetzt, eine Stunde später, bin ich wieder zurück im Hotel mit Hudie und wir machen direkt Gebrauch von unserem Guthaben im Telephon, um unseren Freund im Norden des Landes zu kontaktieren. „Warum habt ihr mich nicht früher angerufen? Mein Bruder hat heute morgen Maputo verlassen, um Richtung Norden zu fahren.“ Woher sollten wir das den wissen… „Versucht so schnell wie möglich bis nach Mocuba zu gelangen. Ich werde euch auf dem Laufenden halten darüber, wie mein Bruder dort den Fluss überquert. Aber versucht zuvor noch meine Frau zu treffen, die würde sich sehr freuen, euch kennen zu lernen.“

Das hörte sich jetzt nicht so an, als ob er wirklich wüsste, was dort in der Provinz Zambezia vor sich geht. Aber egal, wir sind nicht hierher gekommen, um die ganze Zeit in Maputo zu bleiben und wir werden nie herausfinden, wie die Situation dort im Norden wirklich ist, bis wir uns nicht persönlich ein Bild davon gemacht haben.

Dann schreiben wir noch eine kurze Nachricht an Alfeu, um ihm mitzuteilen, dass wir die Stadt morgen verlassen werden. Nicht einmal 5 Minuten später klingelt das Telefon und Latifa, eine andere Schwester von Alfeu ruft uns an, um uns zu sagen, dass ihre Familie uns gerne treffen würde und dass sie uns ein lädt, im Haus ihrer Großeltern unter zu kommen… Wir ahnen, dass ihre Mutter ihnen gesagt hat, dass sie uns doch nicht einfach so gehen lassen können, nachdem wir ihnen das Saxophone gebracht haben. Aber da wir bereits morgen weiterreisen wollen, haben wir nicht wirklich Zeit, uns mit ihnen zu treffen, aber Alfeu wird uns zumindest helfen, die Bustickets zu kaufen.

So treffen wir uns heute, einen Tag später zuerst mit der Frau unseres Freundes, Wanda, in der Nähe unseres Hotels und übergeben ihr ein kleines Geschenk für unseren Freund, eine große Flasche Alkohol, die wir im Duty-free gekauft haben. Und so wird unser Gepäck langsam weniger.

Am Nachmittag kommt Alfeu vorbei und fährt mit uns zum „Terminal Rodoviario da Junta“ um die Tickets mit uns zu kaufen. Wir laufen eine Weile durch die Gegend, bis jemand auf uns zu kommt und uns fragt: „Wo wollt ihr hin?“. „Nampula“, unsere Antwort. „Im Moment gibt es keine Busse, die direkt bis nach Nampula fahren. Schwere Transporte können den Fluss bei Mocuba im Moment nicht überqueren. Aber es gibt Möglichkeiten, den Fluss zu überqueren und wenn ihr einmal auf der anderen Seite angekommen seid, werdet ihr dort einen anderen Bus finden, der euch mit bis nach Nampula nimmt.“

Das hört sich doch gut an, also gehen wir mit ihm zum Bus, um unsere Sitzplätze zu reservieren. Hudie besteht auf die vorderen zwei Plätze, damit sie Platz hat, um ihren Fuß hoch zulegen. Dann gehen wir mit dem gleichen Kerl zum Ticketbüro um uns unseres Geldes zu erleichtern. 2200 Metticais pro Ticket und wir müssen gegen 2 Uhr Nachts hier sein, damit wir so gegen 4 Uhr morgens losfahren können.

Wir einigen uns mit Alfeu darauf, dass wir uns wiedersehen, sobald wir zurück in Maputo sind und dann nehmen wir ein Xiapa zurück ins Stadtzentrum. Wir müssen uns noch gut ausruhen, bevor wir mehr als 30 Stunden im Bus verbringen werden, um in den Norden des Landes zu gelangen.

 

 

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