Chapas en Maputo

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In Maputo bezeichnet Chapa Minivans, die hier als öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden. Sie können mit bis zu 30 Leuten in den unbequemsten Positionen beladen werden.

 

Wir haben bereits das Saxophon abgeliefert und wollen nun zurück zu Hotel. Wir gehen ein längeres Stück um zur Hauptstraße zu gelangen, wo wir eine Haltestelle finden, die uns zurück in den Teil der Stadt bringt, wo wir unter kommen.

Das erste Chapa hält an, aber auch wenn ich mich gerade beeile, um einzusteigen, so überholen mich doch noch andere Passanten, die auch hier gewartet haben. Sie steigen noch vor mir ein und lassen mir keinen Platz mehr. So bleib ich hier draußen stehen.
Die Wahrheit ist, dass ich nicht so schnell aufsteige, da ich kurz inne halte, um darüber nach zu denken, wo ich den in dem Fahrzeug am besten unter kommen kann. Ich sehe einfach keinen Raum für mich, um mich weder hinzusetzen noch hin zu stellen…
Vier Chapas sind jetzt schon an uns vorbeigefahren. Endlich öffnet mir der Kopilot eines Chapas die Vordertür und lässt mich bequem vorne neben dem Fahrer sitzen. Hanaffan muss sich hinten dazwischen quetschen. Nicht sitzend, aber „gebeugt“.
Normalerweise sind in jedem Chapa je ein Fahrer und ein Geldeintreiber. Der Eintreiber bleibt hinter mit den Passagieren, die Leute platzsparend anordnend, das Geld entgegennehmend und den Namen der nächsten Haltestelle laut ausrufend, damit jeder weiß, wo er aussteigen muss. Der Geldeintreiber reist die ganze Zeit gebeugt und muss an jeder Station aus und ein steigen.

Chapas sind normal schnell unterwegs, auch wenn der Verkehr es ihnen oft nicht gestattet. Chapas beachten viele Verkehrsschilder einfach nicht und spielen ihre Musik sehr laut ab. Öffentlicher Verkehr ist sehr begrenzt in Maputo und die Menschen leiden unter den Konsequenzen. Jeden Morgen und Abend stürmen viele Menschen in ein Chapa. Alle kämpfen sie um einen Platz, damit sie zur Arbeit oder zurück nach Hause kommen können. Sie sind alle zusammen gequetscht, wie Sardinen in einer Dose, aber dennoch gibt es keine Beschwerden. Alle kooperieren und helfen sich gegenseitig. Sehr schnell beginnen sich fremde Leute miteinander zu unterhalten und man hört das laute Lachen der Mitleidenden ist zu hören. Das ist Maputo.

In diesem Video zeigen wir euch eine Zusammenfassung von Chapa-Momenten in dieser Stadt:

 

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